Kinderpflege: Sich als Gruppe in der Natur erfahren


Ein wenig fremd ist hier alles schon
Sehen wir auch Tiere? Jede Menge, aber die großen haben sich verkrümelt. Auf die Kleinen müssen wir Acht geben. Der bunt schillernde Mistkäfer geht seiner Arbeit nach und räumt den Wald auf: „Darf er mal über deine Nase krabbeln?“ Das war ernst gemeint. Wer traut sich? Mutig sein fängt klein an. Schnell die Kapuze auf, dann bin ich geschützt. Doch, dann trauen sich alle was. Die Augen verbinden, Hände auf die Schulter der Mitschüler*in und gemeinsam weiter. Der Person vor mir vertrauen, den Waldboden wahrnehmen. Wir sind Augenmenschen, diese Sicherheit fehlt jetzt. Die anderen Sinne werden jetzt wichtig.
Am Strauch keine Teebeutel, sondern leuchtend rote Beeren. Die Hagebutte: Vitamin-C Gehalt höher als der der Zitrone. Mit dem Taschenmesser geöffnet und kosten. Erst langsam entfaltet sich der fruchtige Geschmack. Man kennt sie im Teebeutel, auch im Marmeladenglas, aber so? Dass die kleinen Kerne im Hemdkragen des Nachbarn als Juckpulver wahrgenommen werden, das soll lieber verschwiegen werden, denn wir sind hier, um miteinander positive Erfahrungen zu machen. Wie komme ich eine 2,50 m hohe Holzwand hinauf? Indem die Mitschüler*innen Mut machen und Hilfestellung geben. Warum kann ich Stockbrot backen, ohne selbst den Teig hergestellt zu haben. Die Oberstufe Kinderpflege hat dafür gesorgt. Es gäbe noch viel zu erzählen, auch über die Verlangsamung des Tempos in der Mittagspause, wenn die Schüler*innen die Seele in der Hängematte baumeln lassen und mit den Wolken träumen.
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Weitere Informationen finden Sie hier:
http://www.eifel-expeditionen.eu/go/eifel_natur_zentrum-details/16-wildniswerkstatt-duettling.html